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Schnürgang

Definition: Schnürgang

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Beim Schnürgang handelt es sich um eine Anschlagart.

Beim Schnürgang wird das Anschlagmittel zunächst um die Last gelegt. Dann wird das eine Ende durch die Schlaufe oder Öse am anderen Ende gezogen und im Kran- / Lasthaken eingehängt (DGUV R 109-117, 4.1.1.2).

Durch dieses „Einfädeln“ mit nachfolgender Belastung wird diese Umlegung dann zusammengezogen = geschnürt und hält die Last durch Reibungskraft gegen Ausschießen (Herausrutschen aus der Schlaufe) fest.

Beim Schnürgang entsteht eine Zusatzbelastung dadurch, dass das Anschlagmittel an der Schnürstelle nicht nur auf Zug, sondern zusätzlich auf Biegung belastet wird. Durch die zusätzliche Belastung an der Schlaufe / Öse des Seils, muss die Tragfähigkeit des verwendeten Seils beim Schnürgang um 20 % reduziert werden.

Bei Verwendung eines Gleithakens wird die gleiche Wirkung bezüglich der Stabilität durch die Reibung erzielt. Da das Seil an der Schnürstelle aber nicht vermehrt gedrückt wird, ist keine Reduzierung der Belastung des Seiles um 20 % erforderlich.

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