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Regel der Technik

Definition: Regel der Technik

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Regeln der Technik sind Vorschriften, die eingehalten werden sollten – ob vom Hersteller, Betreiber oder Bediener von Maschinen oder anderer Arbeitsmittel.

Unter die Regeln der Technik fallen Normen oder TRBS. Auch die Vorgaben der DGUV (Regeln, Grundsätze oder Informationen) kann man im weitesten Sinn zu den Regeln der Technik zählen. Sie dienen der Auslegung und Konkretisierung von Arbeitsschutz- und Haftungsvorschriften (z. B. des BGB oder StGB).

Anders als die andere Vorschriften, die höher stehen, sind dies keine zwingenden Vorschriften. Sie entfalten Vermutungswirkung, d. h. wenn jemand sich an sie hält, hat er den Anschein auf seiner Seite, es richtig gemacht zu haben. Eine Abweichung von den Regeln der Technik ist möglich – dann ist das jedoch mit dem Nachweis verbunden, dass es in Bezug auf die Arbeitssicherheit genauso gut ist oder besser. Dies hat regelmäßig durch eine Gefährdungsbeurteilung zu geschehen.

Beispiel:

Ein Kranausbilder führt seine Ausbildung an einem Turmdrehkran anstatt wie vorgegeben in 10 – 15 Tage (DGUV G 309-003) in nur 5 Tagen durch. Da die Gefährdungsbeurteilung ergibt, dass es sich um 3 Mitarbeiter handelt, die schon über Jahre hinweg Turmdrehkrane steuern, ihnen „nur“ der Befähigungsnachweis fehlt, ist dies jedoch vertretbar – denn es sind „alte Hasen“, bei denen aber evtl. Hintergrundinformationen wie physikalische oder technische Grundlagen aufzufrischen sind oder bei denen sich praktische Fehler eingeschlichen haben, die es anzusprechen gilt.


Die entsprechenden Regeln der Technik zu verschiedenen Arbeitsmitteln finden Sie in unserem Vorschriftenverzeichnis.

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